Ihr Auto geht regelmäßig zum TÜV! Und Sie?
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Ihr Auto geht regelmäßig zum TÜV! Und Sie?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät: 30 Gramm Ballaststoffe sollten pro Tag über die Nahrung aufgenommen werden. Im Durchschnitt essen die Deutschen laut aber gerade mal rund 23 Gramm pro Tag. Die Folgen bestätigt
eine jüngst durchgeführte Umfrage von TNS Emnid im Auftrag von Kellogg’s DayVita: Rund 38 % der Bundesbürger geben an, Verdauungsprobleme zu haben – meist Verstopfung. Mit einer ausgewogenen Lebensweise, ballaststoffreicher Ernährung
und ausreichend viel Trinken ist es für jeden einfach, die eigene Verdauung in Schwung zu halten und so für ein insgesamt besseres Wohlbefinden zu sorgen. Laut Umfrage fühlt sich die überwiegende Mehrheit der Erwachsenen nach
erfolgreich bekämpfter Verstopfung befreit (76 %), 53 % sogar besser gelaunt.
Ungesunde Ernährung
Doch Ballaststoffe leisten noch viel mehr: Sie beschleunigen den Abtransport des Nahrungsbreis und verkürzen damit die Verweildauer unerwünschter Stoffe im Darm. Dadurch wird laut EPIC*-Studie das Darmkrebsrisiko gesenkt. Darüber
hinaus kann eine ballaststoffreiche Kost auch bei Gewichtsproblemen helfen. Denn Ballaststoffe haben so gut wie keine Kalorien und sorgen für ein angenehmes und lang anhaltendes Sättigungsgefühl. Eine Ernährung mit einem hohen Gehalt
an Ballaststoffen und wenig Fett kann auch dazu beitragen, einen erhöhten Cholesterinspiegel zu senken.
Risiken erkennen – Darmkrebsrisiko deutlich senken
Darmkrebs ist hierzulande die häufigste Krebsneuerkrankung und die zweithäufigste Krebstodesursache. Das Risiko steigt mit dem Lebensalter. Aber auch junge Menschen können ein erhöhtes Darmkrebsrisiko haben, wenn in deren
Verwandtschaft bereits Fälle von Darmkrebs oder Darmpolypen aufgetreten sind. Neben den genetischen Faktoren sind es insbesondere die Lebens- und Ernährungsgewohnheiten, die eine Entstehung von Darmkrebs begünstigen können.
Genetisches Risiko
Bei rund einem Drittel aller Darmkrebsfälle liegt eine erbliche Veranlagung vor. Menschen, die Darmkrebsfälle in der Verwandtschaft haben, sollten bereits in jüngeren Jahren an der Darmkrebsvorsorge teilnehmen.
Alter
Mit 50 nimmt das Erkrankungsrisiko zu. Ab diesem Alter sollte man grundsätzlich die schmerzfreien Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen, deren Kosten von der BKK Braun-Gillette übernommen werden.
Weniger Fett und Fleisch – mehr Ballaststoffe
Kalorienreiche, fett- und zuckerhaltige Nahrungsmittel sollten reduziert werden, da sie zu Übergewicht und damit häufig zu ernährungsbedingten Gesundheitsproblemen führen. Auch der häufige Verzehr von so genanntem roten
Fleisch, d.h. Fleisch vom Rind, Schwein, Schaf oder Wild erhöht die Gefahr. Der EPIC-Studie zufolge erhöht sich bei Menschen, die sich besonders viel von Fastfood und Hamburgern ernähren, das Darmkrebsrisiko um 50 %. Fisch- und
Geflügelprodukte hingegen verringern das Risiko von Darmkrebs.
Schadstoffe durch Lagerung, Erzeugung und Zubereitung
Schimmelpilze sind eindeutig krebserregend. Aber auch das Pökeln von Fleisch und Wurst (hoher Nitratgehalt), unsachgemäßes Grillen (Holzkohlengrill) sowie das Braten und Erhitzen von Lebensmitteln kann krebsauslösende
Schadstoffe (Acrylamide) erzeugen.
Alkohol
Hoher Alkoholgenuss begünstigt ebenfalls die Darmkrebsentstehung. Das Risiko steigt bereits ab 20-30 g pro Tag für Männer, ab 10-15 g für Frauen. (Zum Vergleich: 1 Glas Wein enthält 20 g).
Mangelnde Bewegung
Körperliche Aktivität zählt zu den einfachsten und wichtigsten „Mitteln“ um gesund zu bleiben. Mangelnde Bewegung scheint das Darmkrebsrisiko um ca. 10 % zu erhöhen.
Rauchen
Raucher haben ein doppelt so häufiges Risiko, an Dickdarmkrebs zu erkranken.
Darmpolypen
Menschen, bei denen Darmpolypen entdeckt wurden, neigen dazu erneut daran zu erkranken. Nachsorgeuntersuchungen sollten unbedingt eingehalten werden.
Früherkennung
Darmkrebs verursacht häufig über einen langen Zeitraum keine Beschwerden. Er entsteht meist aus Polypen, die anfangs nicht wehtun und erst mit der Zeit entarten können. Fast die Hälfte aller Darmkrebsneuerkrankungen wird erst
entdeckt, wenn eine Heilung kaum noch möglich ist. Daher ist die regelmäßige Früherkennungsuntersuchung bei Darmkrebs besonders wichtig. Bei einer frühzeitigen Erkennung bestehen nahezu 100 % Heilungschancen. Rechtzeitig
entdeckt, können neun von zehn Darmkrebsfälle geheilt werden.
*EPIC steht für European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition. Es handelt sich um eine Studie, bei der rund 520.000 Teilnehmer aus 10 EU-Ländern über mehrere Jahre zu ihrem
Essverhalten befragt wurden.
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